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ei care, you care, we care

24. Mai 2013

Source: flickr.com via Gustavo on Pinterest

 

 

In der Geflügelwirtschaft neue Wege zu gehen und diese auf dem Markt zu erproben, sind die großen Ziele der ei care Aktion. Dem Problem, dass unser Geflügelmarkt von nur wenigen konventionellen Großbetrieben beherrscht wird, deren Augenmerk ausschließlich auf Kostenoptimierung liegt, wird hier der Kampf angesagt. Auch Bio Betriebe sind, vor allem was die Zucht der Tiere angeht, leider sehr abhängig vom konventionellen Markt, dies möchte  ei care verändern.

Der Markt, auch der große Biomarkt, fordert Hochleistungshühner, sowohl für die Eier- als auch für die Fleischproduktion. Es werden ausschließlich hochgezüchtete Hybridrassen gehalten, zum einen reine Legerassen und zum anderen spezielle Mastrassen. Für den Bio Bereich bringt diese Tatsache jedoch Schwierigkeiten mit sich, da sich diese auf Leistung getrimmten Tiere sehr schlecht für die ökologische Haltung und schon gar nicht für kleine, eigene Zuchten eignen.

Ei care arbeitet an ganzheitlichen ökologischen Ansätzen, mehr ökologischem Spielraum und Unabhängigkeit vom großen Markt. Das Pilotprojekt begann 2011 auf Initiative von Terra Naturkost und der Marktgesellschaft der Naturland Betriebe mit zwei Betrieben und befindet sich seitdem im Aufbau. Ei care kämpft sowohl für die Tiere, als auch für kleinere gemischte Landwirtschaftsbetriebe und ebenso für die Kunden. Das Projekt wird regional und unabhängig von der marktbeherrschenden Geflügelwirtschaft organisiert. Ei care legt wert auf Familienbetriebe, die beteiligten Betriebe kennen sich untereinander persönlich, womit  jede Stufe der Produktionskette überschaubar und transparent bleibt.
Alle ei care Produkte sind Naturland Fair zertifiziert, da sich Erzeuger und Vermarkter gemeinsam für eine langfristigen, ökologischen und fairen Weg engagieren.

Der wohl wichtigste Begleiter in diesem Projekt ist das vielseitige Zweinutzungshuhn der Rasse „Les Bleues“, das sich innerhalb der Bio Branche gut als Legehuhn und gleichermaßen für die Mast eignet. Außerdem lassen sie sich gut in landwirtschaftlichen Betrieben vermehren und überzeugen zuätzlich mit ausgezeichneter Qualität, was Eier und Fleisch betrifft.

Die Tiere dürfen in  kleineren Herden als üblich leben, sie dürfen täglich im Freien scharren, Grünfutter fressen und bekommen ihr Getreide von Landwirten und Mühlen aus der Region. Jedes geschlüpfte Küken wird aufgezogen und darf entweder Eier legen oder zu einem stattlichen Junghähnchen heranwachsen. Die Schlachtung erfolgt so schmerz-und stressfrei wie nur möglich, indem sie Tier für Tier auf einem kleinen Öko-Schlachthof stattfindet.

 

Alles in allem eine echt toller Weg, etwas zu bewegen, schade nur, dass es nicht schon viel weiter verbreitet ist. Wer also in Berlin, Brandenburg oder angrenzenden Regionen lebt, sollte dieses wunderbare Projekt definitiv unterstützen, um damit die weitere Ausbreitung der Aktion zu fördern.

Hier findet ihr alles über ei care

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