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Gentechnik im Anflug

13. Juli 2013

mittel gegen stechmückenes war schon im letzten Schrot & Korn, aber es hat mich seither nicht mehr losgelassen und immer wieder musste ich daran denken.
Unternehmen die gentechnisch manipulierte Insekten frei lassen!!!

Und das obwohl wenn man die Menschheitsgeschichte anschaut und die Fehler die wir immer wieder gemacht haben, genau weiß was irgendwann passieren wird.
Man muss sich das Vorstellen: die sitzen da in Ihrem Unternehmen, jeden Tag darauf aus Profit zu generieren und schrauben an den Genen von Lebewesen herum. Wohl wissend das Sie mit einem kleinen Fehler das Gleichgewicht in der Natur nachhaltig zerstören können.

Ohne das die Öffentlichkeit großartige darüber Bescheid weiß werden zum Beispiel Millionen von Moskitos in der brasilianischen Stadt Jacobina ausgesetzt und auf 80.000 Einwohner losgelassen. Sie stammen aus einer britischen Moskito-Brüterei. Alle Tiere sind männlich und ihr Erbgut ist so genmanipuliert das die von ihnen gezeugten Nachkommen schon im Larvenstadium sterben. Die Moskito-Männchen aus dem Gentechnik Labor paaren sich mit den wild lebenden Weibchen, der Nachwuchs stirbt und die Population der Moskitos nimmt stark ab und mit ihr das gefährliche Denguefieber.
Eigentlich ne tolle Sache.

Auf die Idee gekommen ist vor über 10 Jahren das britische Unternehmen Oxitec und die manipulierten Moskitos  flogen bereits auf den karibischen Kayman-Inseln, in Malaysia und zwei brasilianischen Dörfern herum.
85% weniger Moskitopopulation  und mehr verspricht das Unternehmen: klasse!!!
Bis dann irgendwann doch mal was schief geht und irreparabel in der Natur sich ausbreitet.Umso mehr wird mir angst und bange wenn ich die Informationsbereitschaft von solchen Unternehmen anschaue. Das Max-Planck-Institut sowie weitere europäische Organisationen kritisieren die mangelnde Aufklärung der Bevölkerung sowie unzureichend bereitgestellte Informationen. Auch wird dem Unternehmen Oxitec welches eng mit dem Schweizer Agrarkonzern Syngenta verbunden ist aggressive Lobbyarbeit vorgeworfen. Es versucht Einfluss zu nehmen auf die Richtlinien der Risikobewertung von gentechnisch veränderten Insekten der Europäischen Lebensmittelbehörde, denn auch in Europa will Oxitec seine Insekten freisetzen.

Nach dem gleichen Prinzip wie die Moskitos hat das Unternehmen inzwischen Schädlinge wie den Baumwollkapselwurm, die Kohlmotte, die Mittelmeer-Fruchtfliege und die Olivenfliege manipuliert.
„Die Fliege“ lässt grüßen!!!

 

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